Ganz entspannt das Klima genießen

Lüften

Lüften mit dem richtigen Lüftungskonzept
Die einfache Lösung für mehr Wohlbefinden

Geänderte Lebensgewohnheiten sowie die Energieeinsparverordnung ziehen zwangsläufig eine Änderung des Lüftungsverhaltens mit sich. Durch immer dichtere Gebäudehüllen und unzureichende Lüftung über das Fenster wird die belastete, verbrauchte Luft nicht in ausreichendem Maße ausgetauscht! Der „frische Atem des Wohnraums“ ist nicht nur wichtig für den Erhalt der Bausubstanz. „Frischer Wind“ oder „dicke Luft“ sind wesentliche Einflussfaktoren für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner.

Warum lüften?

Vermeidung von Schimmelbildung und Tauwasserbildung

Achtung Feuchtigkeit!

In jedem Zuhause gibt es eine Vielzahl von Feuchtigkeitsquellen: In Küche und Bad entsteht Wasserdampf. Die Zimmerpflanzen und selbst die Bewohner geben ständig Feuchtigkeit ab (z. B. im Schlaf in acht Stunden ca. ein Liter). Schwitzwasser, Schimmel- und Feuchtigkeitsbildung stellen eine extreme Gefahr für die Gesundheit dar. Beugen Sie vor! Schützen Sie sich und Ihr Zuhause sicher vor Folgeschäden.
Ein Dreipersonenhaushalt produziert durchschnittlich 12 – 14 Liter Wasser am Tag.

Luft kann abhängig von ihrer Temperatur nur eine begrenzte Menge Wasser in Form von Wasserdampf aufnehmen. Schimmelpilzbildung kann schon ab 80 % Luftfeuchtigkeit auftreten.

Problem: • Abwesenheit! • Gebäude zu dicht!

Lösung:

  • Neue Fenster mit integrierten Lüftungselementen!
  • Geregelte Lüftung!

Ihr Fachpartner berät Sie gerne!

Alte, undichte Fenster sorgten von selbst für eine unkontrollierte Luftzirkulation. Wenn Sie in der Sanierung mehr als ein Drittel Ihrer Fenster erneuert haben, müssen Sie mit Ihrem Fachpartner ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erstellen. Ihr Fachpartner erklärt Ihnen dabei ein neues Lüftungsverhalten und berät, welche Maßnahmen Sie ergreifen müssen, damit Feuchtigkeitsschäden an der Bausubstanz vermieden werden.

Jetzt Fachpartner finden

Überlassen sie alles Ihrer Lüftung

Gut beraten ist deshalb, wer auf moderne Lüftungsgeräte und -anlagen setzt:

Lüftungsgeräte (1-5)
machen die Frischluftzufuhr und Raumluftabfuhr auch bei Abwesenheit zu einer sicheren Sache. Der Einsatz von Lüftungsgeräten beugt der Entstehung von Schimmelpilzen vor zum Wohle Ihrer Gesundheit und schont die Bausubstanz.

Schalldämmlüfter (2)
sichern auch in geräuschbelasteten Gegenden ruhige Innenräume für einen gesunden Schlaf.

Lüftungsanlagen (4) (5)
gewährleisten eine gleichbleibend hohe Raumluftqualität bei geringem Eigenenergieverbrauch und tragen zur spürbaren Reduzierung der Heizkosten bei.

Lüfter mit Spezialfiltern (4, 5)
befreien die einströmende Luft von gesundheitsbelastenden Verunreinigungen wie Pollen oder Feinstaub.

(1) GAYKOSafeGA 5000 SL mit Motorantrieb

Häuser mit neuen Fenstern werden immer dichter, deswegen ist eine geregelte und ausreichende Lüftung enorm wichtig um eine Schimmelpilzbildung zu vermeiden. Mit GAYKOSafeGA® 5000SL haben Sie die Mö̈glichkeit durch gezieltes Lüften für ein angenehmes Raumklima zu sorgen. Dies können Sie nach Ihren Wünschen steuern.

Zusätzlich: Über die manuelle Betätigung hinaus lässt sich das neue GAYKOSafeGA®5000SL Fenster mit der GAYKOA-Drive Technology aufrüsten. Diese Automatisierungs- und Komfortlösung für Basis-, Komfort-, und Premium-Technologie mit Sensoren für Regen, Wind, Temperatur und CO2-Feuchte erfüllt den Wunsch nach flexiblem Lüften und ermöglicht alle Anforderungen an barrierefreies Bauen und komfortables Leben. In der Premiumausführung ist die Bedienung über Smartphone oder Tablet möglich.

(2) Feuchtegeregelter Lüfter Aereco ZFHA 5-35

Modernes Design mit einem Maximum an Funktionen

Das neue moderne Design des Aereco ZFHA 5-35 macht eine perfekte Integration am Fenster möglich. Sein hochwertiges Dämmmaterial in Kombination mit einer optional erhältlichen akustischen Grundplatte und einer akustischen Wetterschutzhaube bewirkt eine akustische Dämpfung. Und dies bei einer permanenten Luftqualitätsoptimierung dank der Feuchteregelung.

  • Passivlüfter
  • 42 mm Ansichtshöhe
  • Druckdifferenzlüftung
  • Hygrometrische Lüftung
  • Gehäuse aus Kunststoff
  • Montage auf Fensterflügel oder auf Verbreiterung
  • Optional als Schalldämmlüfter
  • Optionaler Wetterschutz außen, inkl. Insektenschutz
  • Optional regelbar
  • Optional mit Luftmengenbegrenzer

3.) Fensterfalzlüfter Arimeo classic S4

Kaum wahrnehmbar passt sich der Fensterfalzlüfter in seine Umgebung ein und sorgt für Balance im Luftaustausch. Dank kompakter und präziser Technik lässt sich bei Bedarf eine hohe Anzahl der Lüfter unauffällig im Fenster integrieren. Dadurch ist der Lüfter auch bei hohen Luftmengen unsichtbar und selbstregulierend. Er nimmt feinfühlig seine Umgebung wahr und steuert präzise die Belüftung. Wenn es Wind und Wetter erforderlich machen, stellt der Lüfter Arimeo punktgenau die Dichtheit der Fenster her. Exakte Technik macht es möglich: präzise Luftstromregulierung.

  • Passivlüfter
  • Optisch verdeckt im Fensterfalz
  • Fließgelenktechnik für präzise Regulierung der Luftströme
  • Sicherstellung der Feuchteschutzlüftung durch Querlüftung
  • Einsetzbar für Anschlag- und Mitteldichtung

(4) Wandlüfter Aerovital

Moderner Universallüfter mit Pollenschutz, Wärmerückgewinnung und vollem Komfort.
Mit Leichtigkeit und Effizienz zum gesunden Schlaf- und Wohnraumklima.
Mit der pollengefilterten Frischluftzufuhr bei hochwirksamer Schalldämmung sorgt der Wandlüfter in aller Ruhe für ein gesundes Raumklima und hilft dank integrierter Wärmerückgewinnung auch noch beim Energiesparen. Seine Luftleistung lässt sich per Fernbedienung bequem in zehn Stufen regulieren und seine wirksame Pollenfilterung lässt auch Allergiker aufatmen. Zu dieser Leichtigkeit beim Lüften tragen auch die automatische Steuerung sowie die Möglichkeit zur individuellen Programmierung bei. Der Wandlüfter eignet sich sowohl für Neubauten als auch für Modernisierungen.

  • Wandlüfter inkl. 2-Wege Rohr
  • Für Wandstärke bis 500 mm
  • Wetterschutz und Fernbedienung
  • Pollengefilterte Frischluftzufuhr
  • Integrierte hohe Schalldämmung
  • Wärmerückgewinnung bis zu 73%
  • Automatische Temperatur- und Feuchtesteuerung
  • Gebläse in 10 Stufen schaltbar
  • integrierte Verschlusskappen

(5) Unterbanklüfter Aeromat VT WRG 1000

Vielseitigkeit auch für anspruchsvolle Fassadenlösungen.

Technisch anspruchsvolle Projekte erfordern ein Lüftungssystem, das sich flexibel, aber stimmig in jedes Objekt integrieren lässt. Das erreicht der Fensterlüfter Aeromat VT mit seiner cleveren Modulbauweise, durch die er sich perfekt an die individuellen Anforderungen anpasst, und durch seine sehr flexiblen Einbauvarianten. Denn in langjähriger Zusammenarbeit mit Architekten und Fachplanern entstanden individuelle Vorschläge für fast jede Einbausituation – von der unsichtbaren Integration in die Fassade, bis hin zur Einbeziehung in die moderne Innenraumgestaltung, für die das neue Frontprofil auch optisch klare Vorteile bietet. Der Aeromat VT überzeugt als Aktiv- oder Passivlüfter mit einer hohen Schalldämmung und einem niedrigen Energieverbrauch.

  • Zu- und Ablüfter mit Wärmerückgewinnung
  • Einbau unterhalb der Fensterbank- Wetterschutz und Fernbedienung
  • Schalldämmlüfter mit Druckdifferenzlüftung, mit Gebläse und Wärmerückgewinnung
  • thermisch getrennt
  • Filterung der Luft über optionale Filter möglich

Wohnklimamessgerät

Die richtige Luftfeuchtigkeit sowie Raumtemperatur beeinflussen maßgeblich das Wohnraumklima und damit die Behaglichkeit der Bewohner. Mit dem GAYKO Wohnklima-Messgerät haben Sie die Raumtemperatur und relative Luftfeuchtigkeit immer unter Kontrolle.

Unsere Empfehlung:

  • Relative Luftfeuchte im Winter ca. 40 % und im Sommer ca. 50 %
  • Temperatur in allen Räumen mindestens 18°C
Durchschnittliche Dauer des Luftwechsels je nach Fenster- und Türöffnung

So lüften sie richtig!

Lüften Sie morgens alle Räume 10 - 15 Minuten (Querlüftung/ Durchzug). Achtung: Dauerhaft Lüften in Kippstellung bedeutet Auskühlung des Umgebungsmauerwerks – das Feuchte- und Schimmelrisiko steigt. Dieses können Sie durch gezieltes und zeitgesteuertes Lüften vermeiden. GAYKO SafeGA® 5000SL* bietet die Möglichkeit, in Kippstellung zeitlich begrenzt und sicher zu Lüften. Entweder manuell oder bei Abwesenheit, automatisch mit der GAYKO A-Drive Technology.

Lüften Sie Küche und Bad immer direkt nach dem Kochen, Duschen,
Baden, Wischen oder Waschen. Beim schnellen Entfeuchtungslüften von Bad und Küche sollten die Innentüren geschlossen werden.

Während des Lüftens sollte die Heizung abgeschaltet und nach dem Schließen der Fenster wieder angestellt werden. Hierbei sollte die Raumsolltemperatur, vor allem in den Wintermonaten, auch in ungenutzten Räumen zwischen 18 °C und 22 °C betragen.

Lüften Sie mindestens zwei- bis viermal pro Tag für circa 10 Minuten. Je öfter Sie sich in den Räumen aufhalten, desto häufiger sollten Sie lüften.

Anhaltswerte für die Dauer einer Stoßlüftung:

Praktische Fragen - Praktische Antworten

expand_moreIst zu wenig lüften gesundheitsschädlich?

Ja, aber...
Wer auf weitgehende Natürlichkeit und/oder Umweltfreundlichkeit bei der Ausstattung seiner Wohnung und bei der Verwendung von Putzmitteln usw. achtet, kann ruhig nach der eigenen Nase gehen. D. h. sparsames Lüften, das sich am empfundenen Frischluftbedarf orientiert, ist dann allemal ausreichend, um ein gesundes Raumklima zu schaffen. Voraussetzung ist allerdings auch, dass die Bausubstanz soweit „in Ordnung“ ist, dass die sich einstellende Raumluftfeuchtigkeit nicht zu Schimmelbildung führt.

expand_moreMüssen Außenwände „atmungsfähig“ sein?

Nein!
Wenn man unter „Atmung“ versteht, dass Luft oder insbesondere Wasserdampf gut durch die Außenwand diffundieren können muss, kann diese Frage eindeutig mit „Nein“ beantwortet werden. Beim Gebrauch des Begriffs der „atmenden Wände“ wird oftmals der Eindruck erweckt, dass ein großer Teil des Luftaustausches zwischen drinnen und draußen über die Wände stattfindet. Auch bei einem bekanntermaßen gut „atmungsfähigen“ Ziegelmauerwerk macht die Wasserdampfdiffusion jedoch nur 25 % der über normale (Fenster­)Lüftung abgeführten Feuchtigkeitsmenge aus.

Um im Bild zu bleiben: Der „Wandatmung“ eine größere Bedeutung für die Raumluftqualität beizumessen, als ihr nach diesen Prozentzahlen zusteht, ist genauso töricht, wie sich Mund und Nase zuzuhalten, um dann die Körperatmung der Haut zu überlassen.

Das so genannte „Atmen“ der Wand findet nur in den ersten 12 cm der Wandinnenseite statt (s. nächste Frage), eine Außendämmung (z. B. Thermohaut) beeinflusst daher das Raumklima nur insofern, als dadurch die Wände wärmer werden, was als behaglich empfunden wird.

expand_moreVerschlechtern absperrende Oberflächen das Raumklima?

Jein!
Von Oberflächen, die mit der Raumluft in Verbindung stehen, können „überschüssige“ Mengen an Luftschadstoffen aufgenommen werden. Diese so genannte Sorptionsfähigkeit ist bei Naturfasern (Teppiche, Vorhänge, Polster), Papier (Tapeten, Bücher) und porösen Holzweichfaserplatten am besten, bei unbehandeltem oder diffusionsoffen lasiertem Holz gut und bei mineralischen Kalk­ und Lehmputzen zufriedenstellend.

Ungünstig wirken sich aus: Lack­ und Ölfarbenanstriche, alle Kunststoffoberflächen, Oberflächen aus synthetischen Textilien, keramische Fliesen und Zementputze. Dies gilt insbesondere für die Abpufferung von Feuchtigkeitsspitzenwerten in Küche und Bad und bei starker Belegung von Wohnräumen.

ABER: Die aufgenommenen Dämpfe werden (wenn auch evtl. zeitverzögert) wieder an den Raum abgegeben. Auch die Hoffnung, dass die absorbierte Feuchtigkeit von Außenwänden „weggeatmet“ werden könnte, ist trügerisch (s. Frage 2). Die hier behandelten Sorptionsprozesse spielen sich nur zwischen Raumluft und den ersten 10 ­ 20 mm der Wandstärke ab, so dass man allenfalls von einer Art „Oberflächenatmung“ sprechen kann. Richtig „durchatmen“ kann auch ein „Biohaus“ nur durch Lüften.

expand_moreWas tun, wenn die Luft zu trocken ist?

Zuerst: Hygrometer kaufen (z. B. Kaufhaus, Optikerladen) und überprüfen, ob und wann die relative Luftfeuchte unter 40 % sinkt. Ist das besonders bei sehr kaltem und / oder windigem Wetter der Fall, dann hilft am besten:

Abdichten von Fenster­ und Türfugen (bei ausgebauten Dachgeschossen können erhebliche zusätzliche Undichtigkeiten in der Wandverkleidung und der Dämmung auftreten!)

Generell führt eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 ­ 2° C zu einer Erhöhung der relativen Luftfeuchte um bis zu 10 Prozentpunkte. Wenn dies durch eine Absenkung der Heizwassertemperatur geschieht, wird außerdem die Staubumwälzung durch den Auftrieb am Heizkörper reduziert. Dies trägt ebenfalls dazu bei, dass Schleimhautreizungen u. ä. Beschwerden des „Trocken­Luftsyndroms“ vermieden werden.

Hygienisch bedenkliche und in ihrer Wirksamkeit umstrittene Luftbefeuchter werden durch die oben beschriebenen Maßnahmen überflüssig.

expand_moreSchimmelflecken nach Einbau neuer Fenster! Sollte man die Fugendichtung wieder rausreißen?

Nein!
Feuchteschäden dieser Art haben zwei Hauptursachen: Anstieg der Luftfeuchtigkeit und zu kalte Oberflächentemperaturen an den Außenwänden. Sind die feuchten Stellen von begrenzter Ausdehnung (Wärmebrücken!), dann reicht zur Schadensbeseitigung oft schon eine 1,5 ­ 3 cm dicke Innendämmung, um die Oberflächentemperatur auf ein unkritisches Niveau anzuheben.

ACHTUNG: Wird die Innendämmung im betroffenen Bereich zu knapp ausgeführt, wird die Schimmelbildung nur an den Rand der Dämmung verschoben. (In jedem Fall ist eine fachliche Beratung zu empfehlen.)

Auf keinen Fall sollte man den Schimmelsymptomen auf chemische Weise zu Leibe rücken, ohne die Schadensursache zu beheben. Das hilft nur kurze Zeit und vergiftet die Raumluft.

Sind solche, oder besser noch weitergehende Maßnahmen (durchgehende Außenwanddämmung) nicht (kurzfristig) umsetzbar, dann hilft so lange nur ein bewusstes und wohldosiertes Mehr an Heizung und aktiver Lüftung, insbesondere bei Außentemperaturen unter +5° C.

Eine einfache Beseitigung der Fugendichtung führt in bestimmten Zeiten zu übermäßig großen Luftwechselraten, ohne sicher gewährleisten zu können, dass einmal vorhandene Schäden auch rasch wieder austrocknen. Die bessere Lösung ist in solchen Fällen oft der Einbau einer einfachen Entlüftungsanlage.

expand_moreFeuchteschäden im Schlafzimmer!

Besser doch mehr heizen?
Es ist unter Energiespargesichtspunkten vernünftig, Schlafzimmer weniger zu beheizen, d. h. die Heizung in der Regel auszulassen. Niedrige Raumlufttemperaturen bedeuten aber auch niedrigere Oberflächentemperaturen der Außenwände.

Besonders ungünstig wirkt sich deshalb die weit verbreitete Unsitte aus, in der kalten Jahreszeit die Tür zu den Wohnräumen zu öffnen, um das Schlafzimmer etwas zu „temperieren“. Dabei strömen große Luftfeuchtemengen ein, die von der kühleren Schlafzimmerluft nicht aufgenommen werden können, sondern an den Außenwänden kondensieren. Auch in diesem Fall ist Wärmedämmung der kalten Flächen die beste und sicherste Lösung (siehe Frage 5).

Wer nachts bei geschlossenem Fenster schläft, muss außerdem Folgendes beachten: Pro Nacht geben zwei Personen allein durch Atmen ca. 500 g Feuchtigkeit ab. Der größte Teil dieses Wassers bleibt nicht in der Luft, sondern wird durch saugfähige Oberflächen (Textilien, Holz, Tapeten) im Raum absorbiert (s. a. Frage 3).

Diese so genannten „Sorptionsprozesse“ haben allerdings einen Haken: Sie verlaufen so langsam, dass eine einfache morgendliche Stoßlüftung nicht ausreicht, um den Feuchtigkeitspuffer wieder zu entladen.

Folgende Verhaltensregel hilft da weiter: Nach dem Aufstehen erst kurz lüften, um frische Luft in den, Raum zu bekommen. Dann den Raum bei wieder geschlossenem Fenster 5 ­ 10 min. anheizen (Heizkörper wieder abdrehen!). Erst etwa eine Stunde später (z. B. nach dem Frühstück) kurz und kräftig durchlüften. Dadurch verdunstet auch die in Bettzeug und Matratze gespeicherte Feuchtigkeit (Bettdecke zurückschlagen!). Bei hoher Luftfeuchte und ungünstiger Witterung muss dieser Vorgang (bei geschlossener Schlafzimmertür!) einige Male wiederholt werden.

So kann auch bei sparsamem Heizen der Muff im Schlafzimmer verhindert werden.

expand_moreSoll man Badezimmer sicherheitshalber dauernd lüften?

Bloß nicht!
In Bädern entstehen, besonders bei häufigem Duschen, die größten Feuchtigkeitsbelastungen in der ganzen Wohnung. Da Bäder in der Regel jedoch gut geheizt werden, ist die Gefahr der Kondensation an kalten Oberflächen meist wesentlich geringer als z. B. in Schlafzimmern. Faustregel: Wenn ständiges Beschlagen der Innenseite der Fensterscheibe im Bad vermieden wird, dann ist auch im Bereich von Wärmebrücken kaum mit einer dauerhaften Taupunktunterschreitung zu rechnen. Wesentlich kritischer ist allerdings die Feuchtabsorption in porösen Oberflächen (Putz, Holz, Handtücher) zu bewerten (siehe Frage 3 und 6). Dies gilt besonders dann, wenn die relative Luftfeuchtigkeit über längere Zeit auf 80 % und mehr ansteigt.

Da hilft nur eines: Sofort nach dem Duschen oder Baden lüften, damit der Feuchtigkeit möglichst wenig Zeit bleibt, um zu tief in die Materialien einzudringen. Denn: Je länger die Eindringzeit, desto länger dauert es auch, bis das aufgenommene Wasser wieder verdunstet. Die Zeit, die der Luftfeuchtigkeit zum Einwirken gelassen wird, entspricht in etwa auch der anschließend notwendigen Lüftungsdauer.

Dauerlüftung führt zu unnötig starker Auskühlung des Raums und erhöht die Gefahr der Tauwasserbildung.

expand_moreWie soll man Kellerräume richtig lüften?

Für die winterliche Kellerbelüftung gelten im Prinzip die gleichen Regeln wie für Wohnräume: Je kälter es draußen ist, desto besser wirkt die Entfeuchtung durch Lüftung.

Die kritischste Zeit beginnt für die Kellerbelüftung im späteren Frühjahr, dann, wenn in den Kellerwänden noch die Winterkälte steckt, draußen aber schon recht warmes Wetter mit entsprechend hoher absoluter Luftfeuchtigkeit herrscht. Dann setzt sich die Feuchtigkeit an den Kellerwänden ab. Im Sommer gilt für Keller, aber auch andere kühle Nebenräume (z. B. Speisekammern): Am besten nur nachts lüften, dann ist die Außenluftfeuchte am geringsten.

expand_moreLohnt es sich, bei Regen zu lüften?

Im Winter fast immer.
Raumluft hat z. B. bei 20° C und 60 % rel. Luftfeuchte einen absoluten Wasserdampfgehalt von 10,2 g/m³ . Bei einer Temperatur von weniger als +12° C ist auch „gesättigte“ Außenluft (100 % rel. Luftfeuchte) absolut trockener als die Raumluft im Beispiel. Zwar wäre der Wassergehalt in der Außenluft eigentlich noch höher, wenn man die Regentropfen mitzählen würde, aber solange es beim Lüften nicht hereinregnet, ist dies für den Dampfaustausch unerheblich.

expand_moreIst „Schlafen bei offenem Fenster“ Energieverschwendung?

Nein, wenn...
man auch „baupsychologische“ Probleme ernst nimmt, dann sollte kein Energieberater jenem Drittel der Bevölkerung, die für einen ruhigen Nachtschlaf ein zumindest leicht geöffnetes Fenster brauchen, dies ausreden wollen. Die mit dieser Dauerlüftung unbestritten erhöhten Wärmeverluste lassen sich in Grenzen halten, wenn Folgendes beachtet wird:

  • Es sollte Durchzug vermieden werden, d. h. die Schlafzimmertür muss geschlossen bleiben und am besten mit einer Fugendichtung versehen werden.
  • In der Heizperiode ist auch bei Windstille maximal ein gekipptes Fenster nötig, um den Gehalt des „Leitschadstoffs“ für schlechte Luft, das Kohlendioxid, unter der altbewährten „Pettenkofer­Grenze“ zuhalten.
  • Je kälter es draußen wird, desto kleiner braucht die Fensteröffnung zu sein, um den gleichen Effekt zu erzielen (zunehmende Thermik!).

Ein Vorteil dieser wohl dosierten nächtlichen Dauerlüftung besteht darin, dass kritische Feuchtigkeitsansammlungen in Wänden usw. von Vornherein vermieden werden (siehe Frage 6).

expand_moreDürfen Räume mit Ofenheizung eine Fugendichtung haben?

Nur dann, wenn...
die Feuerstätte eine raumluftunabhängige Luftzuführung hat. Bei Gaseinzelöfen mit Außenwandanschluss und Gasetagenheizungen ist dies heute die Regel, bei neuen Kachel­ und Kaminöfen sollte man einen Zuluftschacht unbedingt einplanen. Kohle­ und Ölöfen holen sich jedoch immer ihre Verbrennungsluft aus dem Raum. Bei Zuluftmangel wird die Verbrennung schlechter, und es entsteht in großem Maße giftiges Kohlenmonoxid (CO nicht verwechseln mit dem ungiftigen Kohlendioxid CO²). Allein hierauf sind alle bisher bekannt gewordenen, tragischen Todesfälle zurückzuführen, die nach Einbau abgedichteter Fenster passiert sind.

Aber das Problem der Dichtigkeit von Feuerraum und Ofentür sollte auch nicht unterschätzt werden. Bei bestimmten Wetterlagen und bei zu geringem Auftrieb im Kamin können Öfen erfahrungsgemäß „niederschlagen“. Deshalb sollten in Schlafräumen ­ wenn überhaupt ­ gerade auch ausbrennende Öfen nur bei geöffnetem Fenster betrieben werden. In zentral beheizten Wohnungen sind lebensbedrohende CO2­Konzentrationen in Folge von Fugendichtung unmöglich.

Quelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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